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Viele Kinder sind durch Armut zur Arbeit gezwungen. Ist die Arbeitslosenquote der
Erwachsenen sehr hoch und keine soziale Absicherung vorhanden, sind die Eltern
häufig gezwungen ihre Kinder für den Unterhalt der Familie mitarbeiten zu
lassen. Viele Kinder arbeiten in der Landwirtschaft, der Teppich-, Textil- und
Schuhindustrie, der Feuerwerkskörper- und Streichholzproduktion, in Minen und
Steinbrüchen oder erledigen Botengänge und bieten Waren auf der Straße an. Da
diesen Kindern der Schulbesuch nicht möglich ist, können sie keine qualifizierte
Arbeit erlernen. Die Folge: Der Teufelskreis aus Armut und Kinderarbeit setzt sich
fort. Viele Eltern heutiger Kinderarbeiter arbeiten selbst schon als Kind. Die
neue Generation wird ebenso enden, es sei denn, der Teufelskreis wird
durchbrochen.
Die Free the Children Kinderfonds Stiftung unterstützt Projekte, die helfen,
die Ausbeutung von Kindern zu beseitigen, indem ihnen Rehabiliation und/oder
Ausbildung ermöglicht wird.
Alternativeinkommen für Eltern
Kuh- und Nähmaschienenprojekte
In zwei ländlichen Distrikten Indiens, im Tamil Nadu Gebiet, leben rund 1450
Familien. Viele ihrer Kinder arbeiten in der dortigen Edelsteinindustrie. Jedes
Jahr werden 40 Familien mit einer Kuh oder Nähmaschine ausgestattet, was den
Eltern ein regelmäßiges Einkommen ermöglicht, so dass sie ihre Kinder zur
Schule schicken können. Die Kinder werden darüber hinaus medizinisch betreut und
erhalten eine Mahlzeit am Tag. Kindern, die ganztags arbeiten müssen, werden
übergangsweise Abendkurse geboten, um den allmählichen Wechsel von ausbeutender
Arbeit zum Schulbesuch vollziehen zu können.
Aufbau von Schulen
Die Free the Children Kinderfonds Stiftung unterstützt den Aufbau von
Grundschulen in den ländlichen Gebieten Indiens. Jedes Projekt läuft in
Zusammenarbeit mit Organisationen und Partner vor Ort, da diese am besten wissen,
was genau benötigt wird. Außerdem halten sie uns über die Fortschritte auf dem
Laufenden und schicken uns das nötige Dokumentationsmaterial.
In vielen Fällen werden die Schulen auch als Treffpunkt im Dorf für Diskussionen
oder Gottesdienste genutzt. Die Menschen in den Gemeinden beteiligen sich am
Aufbau der Schulen, so dass sie aktiv an der Verbesserung ihres Dorfes
mitarbeiten.
Öffentlichkeitsarbeit
Durch
politische Aktivitäten, wie Petitionen, Reden in der Öffentlichkeit oder
gezielte Aktionen wie beispielsweise eine "Schuhputzaktionen" in der
Berliner Innenstadt oder eine "Teppichknüpfaktionen" auf dem Münchner
Marienplatz, versucht die Stiftung auf das Problem der Kinderarbeit aufmerksam zu
machen.
Gleichzeitig sollen hiermit andere Kinder und Jugendlichen motiviert werden,
sich für die Rechte ihrer Altersgenossen in einzusetzen.
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